Protest gegen pro Köln 2.0

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Im Rahmen ihrer rassistischen Hetzkampagne „Es gibt kein Grundrecht auf Asylmissbrauch“ plante pro Köln am 30.01. eine weitere Kundgebung vor einer Realschule in Godorf.

Dort fand eine Informationsveranstaltung der Stadt Köln statt, in der die ansässigen Bürger über den geplanten Ausbau des Asylheims informiert werden sollte. Eine Gruppe Antifaschisten machte lautstark und entschlossen unter dem Motto „Kein Mensch ist illegal“ und „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“ auf die Situation von Flüchtlingen in Köln aufmerksam.

Hintergründe:

Unter der bereits mehrwöchig laufenden Hetzkampagne „Es gibt kein Grundrecht auf Asylmissbrauch“ versucht pro Köln ihren Rassismus unter der Bevölkerung zu verbreiten, und Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Unter diesem Motto haben sie auch versucht, am 26.01 in Porz ihre rassistische Hetze zu verbreiten. Dort befindet sich ein Hotel, in dem momentan Sinti- und Roma- Familien untergebracht werden. Der peinliche Auftritt von pro Köln wurde ein Reinfall, ihre „Kundgebung“ wurde durch etwa 200 Antifaschisten lautstark gestört.

In Köln-Godorf soll das vorhandene Flüchtlingsheim ausgebaut werden. In diesem Asylheim werden Flüchtlinge leben, denen bereits Asyl gewährt ist, und die langfristig in Deutschland bleiben. Dieses Vorhaben stößt auf große Ablehnung aus der Bevölkerung. Vor kurzem gab es bereits eine Informationsveranstaltung der Stadt Köln über den geplanten Ausbau. Diese musste aber abgebrochen werden, da der Raum für den Andrang zu klein war. Für den 30.1. wurde die Veranstaltung in der Godorfer Realschule erneut angesetzt.

Pro Köln legte ihre Kundgebung direkt vor die Realschule und unmittelbar vor der Veranstaltung. Diese war mit etwa 150 Menschen besucht. Die kurze Vorstellung der städtischen Referenten und ihre geplante Präsentation wurde immer wieder mit lautstarken und rassistischen Kommentaren unterbrochen von den Besuchern der Veranstaltung. Die am häufigsten gestellte Frage des Abends war „Warum müssen die [gemeint sind die Flüchtlinge] nach Godorf kommen?“. Pro Köln stoß hier auf fruchtbaren Boden. Sie selber leisteten hetzende und rassistische Redebeiträge und bekamen großen Applaus dafür. Menschen, die versuchten, diesem rassistischen Treiben ein Ende zu setzen, und Redebeiträge formulierten, die das Recht der Flüchtlinge auf ein menschenwürdiges leben betonten, wurden ausgebuht und lautstark ausgelacht. Ein enormer Rassismus, im Vorhinein und auf der Veranstaltung angestachelt von pro Köln, war nicht zu übersehen. Wir sind schockiert darüber und kämpfen weiter für die Rechte der Flüchtlinge!

Kein Mensch ist illegal! Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!